Stationäre Behandlung

Auf den Stationen 30i und 39i der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie werden Kinder und Jugendliche mit hämatologischen oder onkologischen Erkrankungen behandelt. Hier finden Sie Informationen zu den beiden Stationen.

Stationäre Behandlungsmöglichkeiten in der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie

Station 30i

Auf der Station 30i werden Kinder jeden Alters bis hin zum jungen Erwachsenen behandelt. Die Station verfügt über 19 Betten in Ein-oder Zweibettzimmern.
Auf unserer Station werden Kinder und Jugendliche mit hämatologischen oder onkologischen Erkrankungen behandelt. Überwiegend handelt es sich um Leukämien, bösartige Tumoren und gutartige Erkrankungen des blutbildenden Systems.

Für Eltern besteht bei Bedarf die Möglichkeit auf Gästebetten neben ihren Kindern zu übernachten.

Sekretariat der Station 30i, Frau Kömür:

+49 30 450 566 132

+49 30 450 566 906

Informationen für betroffene Patienten und ihre Eltern

Informationstafel auf der Station 30
Gute Besserung!

Patienten und Eltern werden nach Diagnosestellung ausführlich über die Erkrankung ihres Kindes informiert und alle ersten Fragen sowie das therapeutische Vorgehen werden besprochen. Für die Beantwortung aller weiteren Fragen, die sich meist erst später einstellen, stehen wir Ihnen immer gerne zur Verfügung.

Wir behandeln gemäß der Richtlinien der Gesellschaft für pädiatrischen Onkologie und Hämatologie (GPOH) und nach höchstem medizinischem Standard.

Täglich, auch am Wochenende, findet am Vormittag die Visite statt, die uns die Möglichkeit bietet, Sie über den aktuellen Stand der Behandlung Ihres Kindes und neue Entwicklungen zu informieren. Vor der Visite werden die Patienten von einem der Stationsärzte/innen oder einem Oberarzt in ihrem Zimmer untersucht. Die Visite selbst findet im Arztzimmer statt. Von ärztlicher Seite aus nehmen immer die Assistenzärzte und der diensthabende Oberarzt teil, von pflegerischer Seite die Bezugspflegekraft. Zusätzlich nimmt der Klinikdirektorin Prof. A. Eggert einmal wöchentlich an der Visite teil, sowie regelmäßig die leitende Pflegekraft Frau Annette Fritsch sowie Mitglieder des psychosozialen Teams.

Die Stationsärzte arbeiten im Zweischichtsystem, das Pflegepersonal im Dreischichtsystem. Um eine Kontinuität in der pflegerischen Betreuung zu gewährleisten, werden die Patienten während jeder Schicht von einer Pflegekraft betreut (Bezugspflege), wobei sich jede Pflegekraft je nach Situation um 2-5 Patienten kümmert. Jedes Kind wird von einer Pflegeperson individuell versorgt. Sie übernimmt mit Ihnen zusammen alle pflegerischen Tätigkeiten und steht Ihnen als AnsprechpartnerIn mit Rat und Tat zur Seite. Welche Pflegeperson in welcher Schicht für Sie und ihr Kind zuständig ist, erfahren Sie auf einer Infotafel auf dem Stationsflur.

Insgesamt verfügt die Station über 22 volle Stellen in der Pflege, dazu kommen Auszubildende und eine Stationsassistentin.

Auch im ärztlichen Bereich sind wir um feste AnsprechpartnerInnen bemüht. Durch regelmäßige Konferenzen auch mit anderen Berufsgruppen und Spezialisten soll gewährleistet werden, dass alle an der Behandlung Ihres Kindes beteiligten Ärztinnen und Ärzte über die Probleme Ihres Kindes informiert sind.

Tagesablauf der Station 30i für stationäre Patienten

Oft verbringen die Patienten einen langen Zeitraum in unserer Abteilung. Um Ihnen einen Einblick in den regelmäßigen Tagesablauf zu geben, finden Sie hier Informationen darüber, wie ein typischer Tagesablauf auf der Station 30i aussieht.

  • 07:00 Sollten die Eltern aufstehen (bitte einen Wecker mitbringen) und die Liegen zusammen klappen
  • ab 07:15 Temperatur und Pulsfrequenz messen, wiegen, waschen/baden (Körperpflege). Betten werden gemacht.
  • ca 08:00 Frühstücken im Spielzimmer bzw. für bettlägerige Patienten im Zimmer. Medikamentengabe und Mundpflege nach Anweisung.
  • 09:00-12:00 Untersuchungen, Spritzen, Infusionen, Behandlungspflege, Inhalation, gegebenfalls Krankengymnastik, Schulunterricht, Einzelbetreuung von Patienten, Einzelgespräche für Eltern mit den psychosozialen Mitarbeitern.
  • ca 09.00-12:00 Kurvenvisite: Ärzte, Stationsleitung, zuständige Pflegeschwestern/Pfleger und psychosoziale Mitarbeiter besprechen die aktuelle Situation und die nächsten Behandlungsschritte für den Patienten.
  • ca 12:00 Mittagessen, anschließend Medikamentengabe, Mundpflege, Temperatur messen.
  • 13:00-15:00 Mittagsruhe - um gegenseitige Rücksichtnahme wird gebeten.
  • 13:00-16:30: Beschäftigungsangebote im Spielzimmer
  • ab ca. 14:00 Patienten, die ihre stationäre Therapie beendet haben, werden von einer Pflegeschwester/Pfleger nach Hause entlassen.
  • 16:00 Medikamentengabe und Mundpflege
  • ab 17:30 Abendessen
  • ca 19:00-20:00 Temperatur messen, Körper/Behandlungspflege, Medikamentengabe, Mundpflege.
  • ab 21:00 Nachtruhe



Station 39i

Nach Zusammenlegung der Universitätskinderkliniken in Berlin ist 1996 am neugebauten Virchow-Klinikum der Charité in Berlin-Wedding ein national wie international beachtetes Zentrum für hämatopoetische Stammzelltransplantationen bei Kindern entstanden. Es besitzt einen wichtigen Versorgungsauftrag für die Stadt Berlin, die umliegenden Bundesländer, aber auch überregional für die Bundesrepublik Deutschland und mit seinen speziellen Schwerpunkten auch für das Ausland. Angeschlossen ist ein Stammzelllabor zur Herstellung und Weiterentwicklung von zellulären Produkten.
Das Transplantationszentrum wird geleitet von Prof. Dr. med. Johannes H. Schulte und ist zertifiziert nach:

  • Aktion Stammzelltransplantation in Deutschland (CiC 13002),
  • der European Group for Blood- and Marrow Transplantation (EBMT (CiC 336) und dem
  • National Marrow Donor Program (NMDP in den USA (ID 473).

Die Station 39i ist mit 10 Betten ausgestattet. Es stehen zusätzlich eine Tagesklinik und die Hochschulambulanz zur Vor- und Nachsorge von transplantierten Kindern und Jugendlichen und zur Behandlung spezifischer Blut-, Abwehr- und Stoffwechselerkrankungen zur Verfügung. Außerdem finden die Patienten und Familien Einrichtungen zur psychosozialen und schulischen Betreuung während Ihres Aufenthaltes.

Sekretariat der Stammzelltransplantation 39i, Frau Guirassy:

+49 30 450 566 432

+49 30 566 919

Besondere Schwerpunkte

  • Akute lymphoblastische Leukämien (Rückfallleukämien)
  • Akue myeloische Leukämie
  • Neuroblastom
  • Fanconianämie
  • Neurometabolische Erkrankungen (z.B. Adrenoleukodystrophie)
  • Immundefekterkrankungen

Spektrum der angebotenen Behandlungen

Stammzelltransplantationsarten

  • Autologe Transplantationen
  • Allogene Stammzelltransplantationen von HLA-identischen und -differenten Familienangehörigen
  • Allogene Transplantationen von HLA-verträglichen, unverwandten Spendern

Stammzellquellen

  • mit Knochenmarkzellen
  • Transplantationen von peripheren Blutstammzellen
  • Transplantationen von Nabelschnurblut-Stammzellen

Sonstige Therapien

  • Immuntherapie bei Tumoren und anderen Indikationen
  • Therapie bei kongenital und erworbenen Anämien
  • Störungen der Blutbildung und des Immunsystems
  • Transplantatpräparationen: Stammzellseparationen und -expansionen, Tumorzell-Purging
  • Spenderlymphozyten-Präparate, mesenchymale Stammzellen
  • Adoptive T-Zell-Transplantationen / Infektionsmanagement nach Transplantationen

Informationen für Patienten und ihre Eltern

Besuche
Es ist sehr begrüßenswert und hilfreich, wenn Eltern bzw. Angehörige ihre Kinder häufig besuchen und viel bei ihnen sind. Deshalb möchten wir die Kontakte zu Ihrem Kind mit einer offenen Besucherregelung unterstützen. Achten Sie bitte aus räumlichen Gründen und wegen der Infektionsgefahr darauf, dass Ihr Kind nicht mehr als zwei Besucher gleichzeitig im Zimmer zu Besuch hat.

  • Kinder unter 12 Jahren können wir den Besuch auf der Station leider nicht erlauben. Es besteht in dieser Altersgruppe immer die Gefahr der Übertragung von Kinderkrankheiten, die für gesunde Kinder zwar meist harmlos sind, die für die bei uns behandelten Patienten jedoch eine ernsthafte Bedrohung darstellen können.
  • Eine Ausnahme besteht für Geschwister: Es ist jedoch erforderlich ihren Besuch anzumelden und sie vor Betreten der Station einem Arzt vorzustellen. Die Aufsichtspflicht für die Geschwister liegt bei den Angehörigen.

Verpflegung
Die Stationsküche dient der unmittelbaren Verpflegung der Patienten durch das Pflegepersonal und Mitarbeiter auf der Station.  Die Essensbestellung für Ihr Kind erfolgt mit Essenskarten. Anleitung erhalten Sie durch das Pflegepersonal. Vor der Stationsküche steht ein kleiner Wagen mit verschiedenem Obst und Getränken für die Patienten.

Speisen und Geränke für Angehörige müssen selbst mitgebracht werden. Hierfür steht Ihnen die Elternküche mit Kühlschrank, Mikrowellenherd, Kaffeemaschine u.a. und gemütlicher Sitzgelegenheit zur Verfügung, in der Sie auch kleine Mahlzeiten für Ihr Kind zubereiten können.

Von Ihnen benutztes Geschirr muss selbst abgewaschen werden.

Jeden Mittwoch findet in der Elternküche ein Frühstück für die Eltern statt, deren Kinder gerade auf der Station behandelt werden. Dieses Frühstück wird vom Elternverein Kinderleben organisiert.

Im Falle einer Elternmitaufnahme erhält das aufgenommene Elternteil täglich zwei Verzehrgutscheine für die Caféteria.

Am Dienstag und Freitag haben die Patienten die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Koch ein köstliches Essen vorzubereiten-es wird dann für Alle vor dem Spielzimmer serviert. Guten Appetit!

Rooming-in
Wir bieten auf der Station pro Patient ein Elternbett an. Mit Ausnahme von jüngeren Kindern ist es unserer Erfahrung nach nicht immer günstig, wenn die Kinder die Eltern dauernd -also auch nachts- um sich haben. Wir beobachten, dass es gut ist, wenn Kinder mit Gleichaltrigen auch ohne ihre Eltern Kontakt haben, und Eltern sich entspannen können, in dem sie regelmäßig Abstand von der Station nehmen.

Ronald Mc Donald Haus Berlin
Für Familien, die nicht in der näheren Umgebung Berlins leben, gibt es die Möglichkeit, in Appartments im Ronald Mc Donald Haus ganz in der Nähe des Klinikums zu wohnen.

Weitere Wohnmöglichkeiten
Welche anderen Möglichkeiten es gibt, auf dem Geländes des Virchow-Klinkums und in dessen Umgebung zu wohnen, finden Sie hier.

Besucherkindergarten
Sie finden den Besucherkindergarten im Betriebskindergarten auf dem Gelände des CVK in der Oststraße 3.
Öffnungszeiten: Montag-Freitag von 14:00 bis 19:00, sowie jeden zweiten Sonnabend von 08:00 bis 15:00.
Es werden bis zu sechs Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren aufgenommen. Die maximale Betreuungszeit beträgt vier Stunden. Eine Anmeldung voranb ist unbedingt notwendig (Tel: 450 578101)!

Parken
Die Einfahrt mit dem eigenen PKW auf das Klinikgelände ist nur für die ersten 59 Minuten kostenfrei möglich. Beachten Sie bitte sowohl die Parkhinweise als auch die Parkplatzkennzeichnungen. Auf dem Klinikgelände wird abgeschleppt! Für das Parkhaus sind die ersten 29 Min. kostenfrei, jede angefangene Stunde kostet dann 1,- Euro, für einen Kalendertag 10,- Euro. Parkplätze für Behinderte sind auf der Mittelallee des Campus ausgeschildert. Eltern stationär aufgenommener Patienten können im Parkhaus (Einfahrt Seestr. 5) bei Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung (erhältlich an der Stationskanzel) einen Stellplatz für 1,60 € pro